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offener eMail-Verteiler - ein teurer Fehler

Herausgegeben von Horst Armbruster in Datenschutz · 12/11/2014 11:24:07
Tags: eMailVerteilerWerbemailDatenschutzrechtDatenschutzverstoßBußgeldDatenschutzDatenschutzbeauftragterImageschaden

Tägliche Routine im Marketing: Ein Werbemail soll an einen Verteiler mit mehr oder weniger Empfängern verschickt werden. Neben dem Betreff müssen nur noch die Empfänger in das entsprechende Feld eintragen oder eine Gruppe aufrufen - und schon geht die Nachricht auf die Reise.

Genau so hat eine Mitarbeiterin eines Handelsunternehmens an Kunden eine E-Mail verschickt, die ausgedruckt zehn Seiten umfasst, wobei neuneinhalb Seiten die E-Mail-Adressen ausmachen und eine halbe Seite die Information beinhaltete, dass man sich zeitnah um die Anliegen der Kunden kümmern werde.

Was ist hier schief gelaufen?

EMail-Adressen, die sich in erheblichem Umfang aus Vornamen und Nachnamen zusammensetzen, sind als personenbezogene Daten im Sinne des Datenschutzrechts anzusehen. Diese personenbezogenen Daten dürfen an Dritte nur dann übermittelt werden, wenn eine Einwilligung vorliegt oder eine gesetzliche Grundlage gegeben ist. Beide Voraussetzungen lagen in diesem Fall nicht vor. Die Verwendung dieses offenen eMail-Verteilers (Eintragung der eMail- Adressen in das “AN-Feld“) stellte damit einen Datenschutzverstoß dar, der mit einem Bußgeld geahndet werden kann. Im Hinblick auf die erhebliche Anzahl der eMail-Adressen hat es das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) in diesem Fall nicht mehr bei einer folgenlosen Feststellung der datenschutzrechtlichen Unzulässigkeit belassen, sondern ein Bußgeld verhängt. Dies kann je nach Fall erheblich sein und bei im Falle eines aktiven Verstoßes mit Erreichen wirtschaftlicher Vorteile bis zu 300.000 Euro betragen.

Dies betrifft nicht nur Unternehmen, die einen Datenschutzbeauftragten bestellen müssen, sondern durchaus auch Kleinunternehmen.

Fazit: Fehler im Umgang mit eMail-Verteilern können schnell zu Konsequenzen führen. Daher sollte jedes Unternehmen seine Mitarbeiter sensibilisieren und auf derartige Fehlerquellen hinweisen. Damit können derartige Bußgelder und ein nicht zu unterschätzender Imageschaden vermieden werden. Im Bereich KMU kann ein Bußgeld zudem schnell die Existenz gefährden.

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