BI Studie für Fachverlagsgruppe - Marketeam-Consulting

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BI Studie für Fachverlagsgruppe

Auszug einer Studie zum BI-Markt für eine Fachverlagsgruppe


2 BI-Grundlagen


Technologische Lösungen zur Unterstützung betrieblicher Fach- und Führungskräfte stellen längst keine neue Entwicklung mehr dar, sondern sind bereits seit mehr als drei Jahrzehnten fest im Architekturportfolio der Unternehmungen verankert. Die zugehörigen Systemkategorien werden unter dem vor allem in der wissenschaftlichen Diskussion noch immer sehr gebräuchlichen Oberbegriff Management Support Systeme (MSS) zusammengefasst. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass analyseorientierte Anwendungen und Systeme heute nicht mehr ausschließlich auf die Nutzung durch das Management fokussiert sind, finden sich seit Ende der 1990er Jahre vielfältige Ansätze zur Findung und Durchsetzung neuer Begrifflichkeiten. Dabei konnte sich das Begriffsgebilde Business Intelligence (BI) in den letzten Jahren zunächst in der Praxis und später auch in der wissenschaftlichen Diskussion als Synonym für innovative IT-Lösungen zur Unternehmungsplanung und -steuerung fest etablieren. Vor allem die Anbieter von Softwareprodukten vermarkten ihre Lösungen gerne unter dem Label „BI“, obwohl die Produkte ganz unterschiedliche betriebliche Aufgabenstellungen und Zielgruppen adressieren.

2.1 Einordnung und Abgrenzung

BI gehört zu der wachsenden Anzahl englischsprachlicher IT-Schlagworte, bei denen eine Übersetzung bislang keinen Eingang in den deutschen Sprachgebrauch gefunden hat. Eine naive Übersetzung mit „Geschäftsintelligenz“ liegt zwar nahe, würde die inhaltliche Bedeutung aber nur sehr unzureichend widerspiegeln. Vielmehr soll „Intelligence“ hier im Sinne von Einsicht oder Verständnis interpretiert werden, wodurch das Ziel des Einsatzes von BI klarer zum Ausdruck gelangt.
Eine Einordnung und Abgrenzung von BI erweist sich vor diesem Hintergrund als nicht trivial, zumal jede gewählte Definition angreifbar bleibt. Dennoch kann eine erste Annäherung an das Begriffsgebilde erfolgen, indem Konzepte und Technologien aufgezeigt und erörtert werden, die sich dem BI ganz oder in Teilen zuordnen lassen. Ein Grundkonsenz besteht dabei darin, dass die Techniken und Anwendungen des Business Intelligence entscheidungsunterstützenden Charakter aufweisen sowie zur besseren Einsicht in das eigene Geschäft und damit zum besseren Verständnis in die Mechanismen relevanter Wirkungsketten führen sollen.
In Wissenschaft und Praxis scheint sich nach Gluchowski et al. derzeit ein sehr weitergehendes Verständnis des BI-Begriffes zu etablieren, das dazu führt, alle System-komponenten zu BI zu zählen, die operatives Datenmaterial zur Informations- und letztlich Wissensgenerierung aufbereiten und speichern sowie Auswertungs- und Präsentationsfunktionalität anbieten. Übersetzt in die heutige System- und Konzept-landschaft werden demnach sowohl die benötigten ETL-Werkzeuge, Data Warehouses als auch die analytischen Applikationen abgedeckt (weites BI-Verständnis). Daneben existieren jedoch auch noch viele andere Sichtweisen.
Aus der Vielfalt an Konzepten und Technologien, die sich nach den unterschiedlichen Sichtweisen dem BI zurechnen lassen, erwächst das Anliegen, diese anhand eines Ordnungsrahmens zu strukturieren und zu positionieren. Als Schema kann hierbei eine zweidimensionale Aufgliederung gewählt werden, die auf der vertikalen Achse gebräuchliche Verarbeitungsformen der Basisdaten abträgt. Die horizontale Achse versinnbildlicht, aus welcher Perspektive das jeweilige Thema sowie die zugehörige Systemkategorie heute schwerpunktmäßig diskutiert werden (Abbildung aus urheberrechtlichen Gründen nicht enthalten).


Zusammenfassend lässt sich BI damit – zumindest nach dem weiten BI-Begriffs-verständnis – als begriffliche Klammer verstehen, die unterschiedliche Technologien und Konzepte im Umfeld der entscheidungsunterstützenden Systeme zusammenführt und dabei eine entscheidungsorientierte Sammlung und Aufbereitung von Daten über das Unternehmen und dessen Umwelt sowie deren Darstellung in Form von geschäftsrelevanten Informationen für Analyse-, Planungs- und Steuerungszwecke zum Gegenstand hat. Im Einzelnen handelt es sich hierbei um Komponenten zur Extraktion, Bereinigung, Transformation, Integration, Speicherung und entscheidungs-orientierten Aufbereitung relevanter Informationen sowie um die Bausteine zur Präsentation und Analyse dieser Inhalte.

 
 
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